Das neue Jahr hat angefangen. Vielen von euch wird es so gehen wie mir.
Wir sind ja jetzt eine Stufe, das heißt, auch die von der Realschule sind jetzt mit bei uns.
Man lernt sich langsam kennen, redet ein bisschen miteinander...
Und immer wieder kommt die Frage auf: Wer ist die andere Person eigentlich?
Und bei mir: Wer bin ich eigentlich?
Ihr wisst eigentlich so gut wie gar nichts über mich, außer, dass ich eine merkwürdige Art habe, zu schreiben, Fotos von allem und jedem mache, der mir über den Weg läuft, und eine Vorliebe für schwarz-weiß habe.
Und deshalb werde ich jetzt etwas über mich schreiben. Einmal, damit ihr mich besser kennen lernt, und einmal, damit ich mich selbst besser kennen lerne.
Wo fang ich an...
Ich bin selbstbewusst. Und ehrlich gesagt ziemlich stolz drauf. Es gibt viele Menschen, die nicht mit sich selbst zufrieden sind und das bin ich auch nicht immer, aber ich stehe zu dem, was ich sage und denke und möchte mich nicht in der Ecke verkriechen wenn mich wer schief anguckt.
Ehrlich gesagt tun mir diese Menschen leid, die anderen beim Reden nicht in die Augen gucken können, oder die sich in ihrem Pulli verkriechen müssen, wenn der Lehrer sie unaufgefordert dran nimmt.
Ich möchte diese Leute am liebsten schütteln und sagen: Steh zu dir selbst! Sprich aus was du denkst und was du fühlst, denn das bist DU! Verstell dich nicht, sondern mach was du willst!
Ich bin dickköpfig. Die meisten finden, dass das eine schlechte Eigenschaft einer Person ist, aber ich bin mir da ehrlich gesagt gar nicht so sicher. Wenn man keine schlechte Eigenschaft hat, was ist man dann? Dann wäre man ein Roboter. Ich möchte kein Roboter sein. Außerdem finde ich es nicht schlecht, dass ich meine eigene Meinung durchsetzen möchte, weil sonst... sonst bräuchte ich sie ja auch nicht. Obwohl... ja doch. Ich seh das so.
Ich bin zuverlässig. Wenn man mir etwas sagt, oder mich um etwas bittet, dann mache ich das meistens. Nicht für jeden, aber für die, die mir wichtig sind, bin ich immer da. Egal was, egal wann.
Für die, die mir nicht wichtig sind... manchmal. Kommt drauf an. Und ob ich Lust dazu hab.
Ich bin launisch. Im ersten Moment bin ich super drauf, im nächsten könnte ich mich in eine Ecke verziehen und den ganzen Tag vor mich hinstarren. Die kleinsten Anlässe reichen aus, um meine Laune zu ändern. Ob zum positiven oder negativen ist eigentlich egal. Wenn ich schlechte Laune habe, bin ich unausstehlich. Wenn ich gute Laune habe auch.
Ich hab eine große Klappe. Ich sage immer direkt, was ich denke ohne eine Millisekunde drüber nachzudenken. Das ist manchmal positiv. Immerhin können sie alle Leute drauf verlassen, dass ich ehrlich bin, aber manchmal in Gegenwart von Lehrern oder so ist das nicht grad förderlich, wenn man immer sagt, was man denkt. Obwohl dadurch schon mal die ein oder andere sehr lustige Situation ensteht. Haha. Oh ja.
Ich hab wirklich 0 Selbstdisziplin. Und das ist eine der Eigenschaften ,die mich echt an mir aufregt.
Es ist immer so: Heute Abend lernst du die Lateinformen. Und tu ich das? Nein.
Ich sag mir: Kannst du auch morgen machen. Und so geht das dann immer weiter, bis ich morgens da sitze und denke: Oh. Die Lateinformen. Und dann hab ich ein Problem.
Das ist IMMER so. Aber ich weiß auch nicht wie ich das besser machen könnte.
Ich hab meinen eigenen Style.
Manchen gefällt er, manchen nicht, manchen nur manches. Ist mir eigentlich ziemlich egal, aber ich denke, jeder Mensch freut sich, wenn er ein Kompliment bekommt.
Allerdings bin ich es auch gewohnt, dass ich komisch angeguckt werde. In unserer "Stadt" (eigentlich sollte es Dorf heißen) hat glaub ich noch keiner je einen Menschen mit Hut gesehen, zumindest werde ich immer so angeguckt. Ich ziehe Sachen an, wo manche sich wahrscheinlich die Haare raufen würden, aber ehrlich gesagt, interessiert mich das nicht. Ich mache was ich schön finde und das find ich gut so.
So jetzt fällt mir grad nix mehr ein.
Falls sich irgendein Mensch auf dieser Welt durch diesen Text gequält hat, sag ich nur: Danke. Du kennst mich jetzt auf jeden Fall etwas besser.
Und ich mich auch. Dieser Blog ist ein Teil von mir und er hilft mir dabei, mich besser kennen zu lernen und dafür danke ich euch.
Ich weiß nicht, ob irgendwer überhaupt meine Beiträge liest, weil ich ziemlich selten Kommentare vorfinde, aber selbst wenn nicht... es hilft mir hier zu schreiben, auch wenn es nicht regelmäßig ist.
Ihr helft mir.