13.01.2013

Kapitulation.


Am 4. 10. 2012 habe ich dem Winter den Kampf angesagt.
Dass er mich diesmal nicht kleinkriegen würde.
Dass ich die Stärkere von uns beiden bin.
Aber nun kapituliere ich.
Ich gebe auf.
Die graue Jahreszeit hat mich auch diesmal überwältigt und mich zu einem Sklaven ihrer gemacht.

Ich bin ein hoffnungsloses Sommermädchen.
Sobald ich die ersten Knospen sehe, sobald die Sonne scheint und sich für nur wenige Minuten sehen lässt, brechen so viele Glückshormone aus mir heraus, dass ich kaum noch laufen kann.
Das Problem ist, das ist keine Übertreibung.
Mir geht's dann wirklich so.

So weit sind wir allerdings noch lange nicht.
Auf dem Balkon hat sich eine gefrorene, weiße Schicht von was auch immer gebildet, Schnee, Eis oder Hagel, bin mir nicht so ganz sicher, und auch die umliegenden Berge sind so 'n Mischmasch aus grau und weiß.
Wenn dann wenigstens alles weiß wäre, aber nein.
Nur die Temperaturen sind unter den 0-Punkt gewandert und scheinen sich dort auch erst mal ein gemütliches Nest bauen zu wollen.
Interessiert ja keinen, wie es den Menschen dabei geht.

Allerdings stand die Sonne heute wirklich den ganzen Tag am Himmel und hat mich so tiefenentspannt zurückgelassen wie es 2 Wochen Ferien nicht geschafft haben.


Sommer. Bitte. Komm und rette mich aus den eiskalten Klauen des Winters.
Ich fühl, auf Deutsch gesagt, scheiße.
Ich friere, bin total motivationslos für alles außer Musik, und würde das Haus am liebsten gar nicht verlassen.

Sommer. Bitte. Komm und rette mich aus den eiskalten Klauen des Winters.
Schenk mir Wärme, Licht und Spaß. Aber vor allen Dingen Wärme.
Ich brauche dich doch.

Sommer. Bitte. Komm zurück.

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