23.03.2014

Eine Ode an die Musik.

Jeder Mensch hat etwas, was ihn fasziniert, was ihn einsaugt und ihn glücklich macht.
Bei manchen ist es die Mode, bei manchen ist es der Sport, bei manchen ist es die Kunst.
Bei mir ist es die Musik. Nicht nur, das Schreiben natürlich auch, aber die Musik ist einfach...da.

Musik ist einfach immer da.
Gefühlschaos, klar wie noch nie, keine Gefühle vorhanden.
Es gibt für alles Musik.
Musik berührt Herzen, verbindet Menschen, Musik lässt Gefühle entstehen, die vorher noch nicht da waren.
Sie fasziniert, sie prägt, sie stellt dar.
Musik drückt aus, was man manchmal nicht sagen kann.

Selten kriege ich so eine Gänsehaut wie beim perfekten Zusammenspiel zwischen Melodie und Text, zwischen Tönen und Worten, im Idealfall noch mit zweiter Stimme.

Am Freitag war es wieder so weit.
Wir hatten Bandprobe in der Kirche und haben Hallelujah gesungen und vorher das Licht gedimmt und ich hab meine Seele rausgesungen, ich hab sie offen gelegt. Ich hab fast angefangen, zu heulen.
Es war so schön. Mit der Gitarre und der zweiten Stimme und irgendwann dem leisen Schlagzeug.


Dieses Video verkörpert das für mich. Schon nach den ersten Sekunden könnte ich anfangen zu weinen. Ich weiß nicht wieso. Aber dieses Lied trifft mich einfach direkt ins Herz. 
Es ist die Musik, die sich einschleicht, einnistet und anfängt zu schnurren wie eine Katze auf einer Heizung. 
Sie rollt sich zusammen und wärmt, sie schenkt Liebe. 
Besonders die Schwenks auf das Publikum sagen eigentlich alles. 
Die Menschen hören zu. Sie hören nicht nur zu, sie hören einfach hin.
Manche interpretieren, manche lassen es einfach wirken. 
Sie lächeln. 
Auch wenn man oft den Text vielleicht nicht sofort begreift, wenn man gar nicht auf den Text achtet, Musik ist etwas Kostbares, etwas Besonderes. 
Sie untermalt Situationen im täglichen Leben. Man hört ein Lied Jahre später und fühlt sich zurückversetzt in diese schöne Sommernacht, in der der Wind mild wehte, man die Sterne betrachtet hat und einfach glücklich war. 
Man fühlt sich zurück versetzt in diese schrecklichen Tage voll Trauer, in denen man vor lauter Tränen nicht wusste, wo vorne und wo hinten ist. 
Man fühlt sich zurück versetzt in diese Tage, in denen man auf dem Bett saß, die Kopfhörer in den Ohren, die Musik viel zu laut und dabei eigentlich nichts sehen und nichts hören wollte. 
Manchmal gibt es Momente, da verstehen Menschen sich gegenseitig nicht. Da möchte man keine Menschen um sich haben und trotzdem seine Gefühle irgendwie offenbaren. 
Ohne Kommentare, ohne Mimik, ohne Gestik, einfach hinnehmen.
Es gibt einen, der ist immer da. 
Ohne Kommentar. Ohne Urteil. 

Die Musik. 
Sie ist immer da. 

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