02.11.2014

Hoffnungsträgerinnen.

Ich glaube, jede Frau hat einmal im Leben diesen einen Kerl, dem sie hinterherläuft, obwohl sie weiß, dass es nie etwas werden kann.
Ob es in den Genen des weiblichen Geschlechts liegt oder einfach jedes Mädchen diesen gewissen Anteil an Dummheit und Hoffnung in sich hat, ich weiß es nicht. 
Ob ich es wissen wollen würde, um zukünftige Generationen zu warnen...auch das weiß ich nicht. 

Aber ich weiß wie es sich anfühlt. 
Man rennt und rennt und rennt und kommt eigentlich nicht vom Fleck, sondern verausgabt sich nur. 
Die Ziellinie ist da, im eigenen Kopf ist sie da und sie leuchtet und glitzert und sprüht Funken. 
Aber im wahren Leben gibt es diese Linie nicht. 
Sie ist nur in den Köpfen von Tausenden von Mädchen auf der ganzen Welt. 
Die Linie, dicht gefolgt von Verzweiflung, Traurigkeit & Hoffnung. 

Meiner Meinung nach ist Hoffnung gleichzeitig das Schönste und Schlimmste auf der Welt. 
Letzte Woche noch saß ich mit einem meiner Herzensmädchen vor ihrem Haus. 
Sie ist auch eines der Mädchen, das Hoffnung in sich trägt. 
Und wir haben uns genau über  diese Hoffnung unterhalten.
Ein Synonym für Hoffnung ist, meiner Meinung, nach Kopfkino. 

Kopfkino ist wunderschön. 
Man kann sich Sachen ausmalen, die in wahrem Leben nie geschehen werden. 
Man kann in Welten abtauchen, die es nicht gibt, und auch nie geben wird. 
Man kann mit Menschen zusammen sein, mit denen man es nie sein wird. 

Und gerade in dieser Schönheit liegt auch die Grausamkeit. 
Denn insgeheim weiß jede Hoffnungsträgerin, dass es nie passieren wird. 
Dass all diese Vorstellungen nur Vorstellungen sind. 
Natürlich zeugen diese Aussagen von einem ziemlich negativen Weltbild. 
Und ich hoffe, dass ihr wisst, wovon ich rede. 
Ich möchte nicht erklären, wovon ich rede, weil ich es auch gar nicht könnte. 

Ich denke, die Mädchen, von denen ich hier spreche, wissen es. 
Und ich möchte euch sagen, dass ich hier bin. 
Falls das hier irgendwer liest, und sich mitteilen möchte, dann tut es. 
Ich bin da. 
Ich bin eine von euch. 

Und wollt ihr wissen, was meiner Meinung nach das Schlimmste ist? 
Man wird süchtig. 
Denn eigentlich möchte man sich nicht eingestehen, dass das alles nicht passieren wird.
Man kann es nicht. 
Man möchte es auch eigentlich nicht.
Weil da ist ja diese Hoffnung. (Ich bin mir der grammatikalischen Falschheit dieses Satzes bewusst. Alles Stilmittel.) 

Diese böse, böse Hoffnung. 

4 Kommentare:

  1. DU SCHREIBST WIEDER!
    Ich hab das gerade auf meiner Startseite gesehen und dachte schon Blogger hat 'nen Anzeigefehler, ABER ES WAREN FLAUSCHIGE NEUE POSTS, FLAUSCHIGE NEUE WÖRTER VON DIR!

    Und ich habe ebenfalls so eine Hoffnung, sie gilt allerdings meiner ehemals besten Freundin. Manchmal versuchen wir eine Freundschaft wieder, aber es zerbricht. Immer. Trotzdem kann ich die Hoffnung nicht aufgeben.

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    1. Ich versuche es zumindest! Es tut so gut.

      Das kann ich voll und ganz nachvollziehen, so eine ähnliche Situation hatte ich auch schon. Schlussendlich hab ich losgelassen und bereue es heute keine Sekunde mehr, weil ich sonst nicht so wäre wie ich heute bin.
      Aber ich weiß, von der anderen Seite aus sagt sich das immer so leicht.

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    2. Ich muss das gerade erstmal jedem Menschen mitteilen, den ich kenne. ♥♥♥

      Also, momentan vermisse ich sie gar nicht so sehr und ich habe auch nicht das Bedürfnis ihr zu schreiben, vielleicht bleibt das ja so, vielleicht ändert es sich aber auch wieder oder sie meldet sich bei mir, aber man wird es sehen.

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    3. Oh ist das süß, das freut mich grade richtig!! ♥

      Guck einfach wie es dir am besten geht. Das ist im Endeffekt eigentlich immer das Richtige.

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