Heute ist, meiner Meinung nach, einer der bedeutendsten Tage der Menschheit.
Seit heute ist es in allen 50 Staaten der United States of America legal, sich öffentlich vor Anderen zu seiner Liebe zu bekennen.
Nicht nur vor anderen Menschen, sondern auch vor dem Gesetz.
Ich muss ehrlich sagen, ich wusste gar nicht, dass die USA sich momentan so aktiv mit dem Thema auseinander setzt und sogar vor Gericht darüber entschieden wurde.
Ich wurde mehr oder weniger von den brutal bunten Regenbogenbildern auf Twitter erschlagen und war zunächst erst mal sprachlos.
Natürlich kann man zunächst mal darüber diskutieren, dass man sich überhaupt freuen muss/kann, dass diese Form der Ehe (endlich) akzeptiert wird, weil natürlich erst mal die Frage auftaucht, warum tatsächlich erst das Jahr 2015 kommen musste, um diese Entscheidung zu bringen.
Aber nun gut.
Es ist wie es ist und es gibt leider immer noch viel zu viele homophobe Arschlöcher auf dieser Welt, die scheinbar das Konzept von Liebe weder gehört, noch verstanden haben und hoffentlich für immer alleine auf diesem wunderschönen Planeten leben werden.
Ok, jetzt hab ich das in den Raum geworfen, jetzt muss ich diesen eigentlich fröhlichen Post kurz damit verdüstern (Achtung! Es könnte ein ähnlicher Wutausbruch wie bei dem Feminismus-Post folgen.). Ich versuche das Thema auch nur ganz kurz anzuschneiden. (Haha.)
Bereits als Irland vor einiger Zeit entschieden hat, die Homo-Ehe zu legalisieren, war ich erleichtert.
Ich finde es unglaublich, dass es im 21. Jahrhundert, in der Zeit von Krieg, Drohnen und leider immer noch extremer Verletzung der Menschenrechte nicht erlaubt ist, den Menschen zu heiraten, den man liebt.
Mir stellt sich einfach die Frage, was diese Menschen, die sich ganz klar gegen Homosexuelle, für ein Verständnis von Liebe bzw. von der Menschheit im Allgemeinen haben. Das heißt, noch weitergehend, ich verstehe die Argumentation derer einfach nicht, weil es in meinen Augen gar keine Argumentation ist. Die sogenannten Argumente machen keinen Sinn.
Ich stelle mit Schrecken fest, dass ich gar nicht in Worten ausdrücken kann, was ich genau zu dem Thema denke...
Vielleicht muss ich kurz meine Auffassung darstellen, damit man verstehen kann, wie unbegreiflich und auch total unmenschlich ich das Ganze finde.
Ich glaube nicht so richtig an Hetero- oder Homosexualität bzw. daran, dass man sich wirklich NUR in Männer oder NUR in Frauen verliebt. Ich glaube, dass jeder Mensch sich in Menschen verliebt.
Man ist Single, trifft einen Menschen und zack! verliebt man sich.
Entweder ist es ein Mann oder eine Frau.
Meiner Meinung nach verliebt man sich in die PERSON und nicht in das GESCHLECHT. Keine Ahnung, ob das jetzt über mich aussagt, dass ich bi oder lesbisch bin oder was auch immer, es interessiert mich nicht. Ich glaube nicht an die Ordnung nach Geschlechtern, wenn man sich verliebt, dann verliebt man sich halt, ist doch scheißegal, ob es jetzt ein Mann oder eine Frau ist.
Das Wunderschöne ist doch, dass man sich verliebt und dass man eine Person gefunden hat, mit der man sein Leben teilen möchte und die hoffentlich der gleichen Meinung ist.
Aus diesem Grund KANN ich einfach nicht nachvollziehen, was die Beweggründe der Homophobie sind, ich kann es einfach nicht verstehen.
Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sauer, wie unglaublich sauer, ich war, als der Vatikan sich dorthingehend zu der Homo-Ehe in Irland geäußert hat, dass er meinte, die Homo-Ehe sei "eine Niederlage für die Menschheit". Meiner Meinung nach ist so eine Äußerung, so eine Weltanschauung eine Niederlage für die Menschheit und wird es auch immer bleiben.
Eigentlich müssen einem solche Menschen leid tun, weil sie scheinbar wirklich das System bzw. das Gefühl Liebe noch nicht verstanden haben.
Aber gut. So unverständlich die Debatte an sich für mich auch sein mag, es ist ein bahnbrechender Erfolg, dass die USA endlich zur Vernunft gekommen ist.
Traurig ist nur, dass Deutschland noch nicht mal ansatzweise gleichziehen möchte, dass für Deutschland Liebe noch nicht gleich Liebe ist, dass nur die Liebe zwischen Mann und Frau wirklich vor dem Gesetz anerkannt wird.
Ich finde das traurig.
Eigentlich sollte es gar nicht darum gehen. Ich wollte schreiben, wie unglaublich glücklich ich über diesen wundervollen Fortschritt in den USA bin und wie glücklich ich vor allem für die bin, die ihren Herzensmensch jetzt endlich heiraten können, wenn sie das denn möchten.
Jeder sollte doch die Chance bekommen, sich zu seiner Liebe zu bekennen oder nicht?
Ich habe mir gerade die Rede Obamas zur Entscheidung des Supreme Courts angesehen und möchte hier ein kleines Zitat ans Ende setzen bzw. fast die Rede Obamas transkribieren:
"That is the consequence of a decision from the Supreme Court but more importantly it is a consequence of the countless small acts of courage of millions of people across decades who stood up, who came out, who talked to parents. Parents who loved their children, no matter what. Folks who were willing to endure bullying and taunts and stayed strong and came to believe in themselves and who they were and slowly made an entire country realise that love is love. What an extraodinary achievement and what an invocation of the believe that ordinary people can do extraordinary things." - Barack Obama
Mich freut das auch so dermaßen!
AntwortenLöschenUnd ich glaube auch, dass man sich einfach in Menschen verliebt. Das nennt man übrigens "pansexuell", soweit ich weiß. Aber ich mag diese ganzen Bezeichnungen nicht und weigere mich deshalb seit einiger Zeit irgendeine zu benutzen. Ich glaube, dass die meisten Menschen sich nur zu einem Geschlecht hingezogen fühlen, liegt eher daran, dass es halt so Merkmale gibt, die nun mal wirklich auf 90% eines Geschlechtes zutreffen. Oder manche glauben vielleicht auch so stark an so klassische Familienbilder und wollen das so unbedingt, dass sie sich praktisch gar nicht ins selbe Geschlecht verlieben können, aber theoretisch wäre es immer möglich! Glaube ich.
Zumindest meinte mein "Psychologe" mal - und der muss es ja wissen, er ist schließlich Psychologe - dass die meisten Männer, wenn Frau 'ne Beziehung beendet, den Grund in anderen Menschen suchen (im Sinne von "sie hat wen neues") und Frauen den eher bei sich suchen. Dazu meinte er dann: "Das ist ein Grund, warum ich definitiv nicht schwul bin."
Mich freut es übrigens auch ziemlich, dass du mal wieder was geschrieben hast!
Ich finde, auf dieser Welt gibt es viel zu wenig Liebe und ich versuche Menschen immer mit Liebe zu überschütten, weshalb Menschen irgendwie häufiger den Eindruck haben, ich wäre in sie verliebt. Was ich auch bin! nur nicht, wie sie es meinen. Ich liebe einfach so viel, mit diesem Leben angefangen, über sämtliches Obst und vieles Gemüse und Notizbücher bis zu Freunden oder einfach Menschen, die ich auf irgendeine Weise flauschig finde. UND LIEBEN IST SO SCHÖN!
Ganz viel Liebe an dich!
Ich muss hier erst mal sagen, wie sehr ich mich immer über deine Kommentare freue, das heißt, eigentlich kann ich's dir gar nicht sagen, weil es dafür noch kein Wort gibt. Danke!
LöschenJa, ich finde auch, dass es auf dieser Welt viel zu wenig Liebe gibt, grade weil der Mensch meistens viel zu egozentrisch ist und oft vor allem nach schlechten Eigenschaften in Anderen sucht, die dann natürlich alles andere als liebenswert sind. Ich weiß nicht, ob man's merkt, aber ich habe allgemein eher ein schlechtes Menschenbild, von daher finde ich überhaupt Liebe schon eine enorm tolle "Erfindung" der Menschheit.
Ich hatte gestern Nacht so eine Art Flow, ich hab noch zwei Texte geschrieben, die in der nächsten Woche online gehen, ich glaub, ich freu mich noch mehr als du, dass ich endlich mal wieder zu Papier gebracht habe.
Ganz viel Liebe zurück!
Ich mag dich halt irgendwie. :-) Und deine Texte!
AntwortenLöschenIch habe oft das Gefühl, dass Menschen irgendwie der Meinung sind, nur Freunde von ihnen würden ihre Liebe verdienen. Also, ich versuche allgemein allen Menschen mit Liebe (oder zumindest Flauschigkeit) zu begegnen. Außer welchen, die ich wirklich nicht mag, aber das sind wenige.
Mehr Texte klingt flauschig!
Ich hab vor ein paar Tagen mal als Antwort zu einem Gedicht auf Tumblr, dessen Inhalt ich extrem dumm fand, ein englisches Gedicht geschrieben und seitdem schreibe ich irgendwie wieder die ganze Zeit Gedichte, was ich seit 'nem Jahr nicht mehr habe.
♥