Ich drehe
mich auf die Seite, vom Fenster weg, ziehe die Knie an und schlinge die Arme
darum.
Ich
wünschte, ich könnte weinen. Ich wünschte, ich könnte schreien.
Ich wünschte, ich könnte irgendetwas um mich werfen.
Aber ich kann nicht.
Ich bin gefangen in meinem Körper.
In meiner Seele.
In meinem Gehirn.
Ich frage mich, welcher Teil von mir schreien, weinen und irgendetwas um sich werfen möchte.
Was bleibt noch übrig, wenn nicht Seele, Körper oder Gehirn?
Gute Frage.
Könnte man drüber diskutieren.
In einer von den Abends-Talkshows.
Hätte was.
Ich schließe die Augen.
Hoffe, dass die Schwärze wieder ihre sanften Arme um mich breitet.
Sie tut mir den Gefallen nicht.
Wieso sollte sie auch?
Einem Mädchen wie mir.
Er hat mich verlassen.
Er wollte mich nicht mehr.
Er hat meinen Tod mit in Kauf genommen, um von mir weg zu kommen.
Ein winziger Teil meines Gehirns hat sich aus der Erstarrung befreit und schreit, dass das kompletter Schwachsinn sei.
Doch das Eis ist schneller. Es friert diesen Teil wieder ein und dann ist wieder alles so wie vorher.
Nicht denken.
Nicht sprechen.
Nicht bewegen.
Alles ist gut.
Alles war gut.
Alles wird gut.
Als ob.
Ich lüge mich selbst an.
Hm.
Sollte ich mit aufhören.
Tue ich nicht.
Würde bedeuten, die Wahrheit zu zu lassen und dazu bin ich nicht bereit.
War ich nie.
Werde ich nie.
Ich bin auf deinen Blog gestoßen, weil du irgendetwas bei Lilly Lindner auf die Facebook-Seite geschrieben hattest - mit dem Link.
AntwortenLöschenIch habe zwei Texte gelesen. Und muss sagen: Du schreibst wunderschön. Finde ich. Das wollte ich nur sagen. Ich werde mir den Rest deines Blogs mal ansehen.
Ja stimmt, ich hab mal einen Post zu ihrem wundervollen Buch geschrieben.
LöschenWow, danke, das freut mich grad total. Du hast mir grad ein sehr großes Kompliment gemacht, danke.