18.04.2016

Gedicht.


Woher soll ich wissen, was ich will?
Mein Kopf, mein Herz, beide viel zu still.
Ich sitze in der Nacht und denke
und während ich mich noch so verrenke
bleibt beides leer
bleibt beides schwer
und ich seh' den Sinn nicht mehr.

Woher soll ich wissen, wer ich bin?
Wir rinnen doch alle nur so dahin.
Wir rinnen und rennen
wir stehen und stellen
und ohne zu fragen, warum und wieso
und ob wir noch wissen
wie es geht, dieses Froh.

Woher soll ich wissen, wohin ich soll?
Mein Kopf, dieses Wrack, ist doch vom Leer sein zu voll.
Ob rechts oder links
ob zurück oder vor,
ich stecke tief drin, im pechschwarzen Moor.
Und wenn ich dann wate, schnell tiefer hinein,
so sink' ich nur schneller,
das kann's doch nicht sein.

Des Rätsels Lösung ist also mein Kopf,
zu geschäftigen Zeiten ein brodelnder Topf.
Ach könnte ich doch nur den Herd runter drehen,
vielleicht könnte ich mich dann sogar selber verstehen.

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