22.10.2013
02. 08. 2013
Ich liebe das alles.
Ich liebe fremde Städte so sehr.
Ich sitze auf dem Balkon, 30 Meter vom Kanal weg und höre den fremden Menschen zu, die da von Bäumen abgeschirmt die Wärme genießen.
All die fremden Menschen mit ihren Freunden, ihrem Leben, ihrer Gescichte.
All die fremden Menschen, die ihr Leben genießen.
Manchmal überlege ich mir eine Geschichte zu den Stimmen, was sie wohl machen, warum sie hier sind, was der Grund ist, warum sie morgens aufstehen.
So viele Menschen sind hier an einem Fleck, jeder mit einer eigenen Persönlichkeit, eigenen Ansichten und anderen Prioritäten.
Wie Sarah Kuttner so treffend gesagt hat: Sie alle "brennen" für etwas anderes.
Und manchmal, wenn ich mir all diese Menschen angucke, beziehungsweise ihnen zuhöre und diese Stadt pulsierend vor Leben um mich habe, frage ich mich, wofür ich "brenne", was meine Persönlichkeit ist, wo ich hingehöre.
Heute ist alles so schnell, alle sind in Eile, keiner geht mehr, alle laufen, nicht mehr zurück, nur noch nach vorne, am liebsten ohne Weg, nur noch Ziel.
Alles ist schnell, laut, bunt, keiner hat Zeit für irgendetwas.
Und manchmal frag ich mich, wo mein Platz auf dieser Welt ist.
Ich frage mich, ob ich auch irgendwann mal laufen werde, anstatt zu gehen.
Irgendwie will ich es, weil ich dann was zum Leben habe, aber irgendwie macht es mir Angst.
Nie nach rechts oder links gucken, nur nach vorne.
Es ist so friedlich hier.
Das Wasser, das Lachen, die kotzenden Menschen...
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